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Montag, 2. Juni 2008

Zukünftiges

Ein kleiner Überblick über zukünftige Veröffentlichungen, die mir gerade einfallen:

Robert Labs
hat zu Tokyopop gewechselt. Anscheinend will er wieder Manga machen. Einen ersten Vorgeschmack gibt das Logo des MangaMagie Wettbewerbs.

Nina Werner

ist ebenfalls bei Tokyopop gelandet. In ihrem Blog kann man sich von ihren zeichnerischen Fortschritten überzeugen.

Zofia Garden

macht nach einigen Daisuki Kurzgeschichten und dem Chibi Im Namen des Sohnes jetzt einen Boys Love Manga mit dem Titel Killing Iago. Erscheinen soll der Band Ende November.

Melanie Schober

arbeitet an einer Fortsetzung zu Personal Paradise mit dem Titel Personal Paradise - Miss Misery. Der Band ist keine direkte Forsetzung, es wird aber ein Wiedersehen mit einigen der Protagonisten geben.

Judith Park
startet im Herbst ihre erste längere Serie namens KimChi in der Daisuki, der erste Band ist dann im April nächsten Jahres zu erwarten.

Chibis
Die Chibis aus der 4. Box sind inzwischen auch bekannt:

Chouchin

Nach dem Chibi Drachenschnee arbeiten Franziska Steffen und Tina Lindhorst jetzt an einem Boys Love Einzelband. Chouchin wird aus 4 Kurzgeschichten bestehen, und es gibt ein Wiedersehen mit Charakteren aus Drachenschnee.

Marika Herzog

arbeitet fleißig am ersten Band von Grimoire, der pünktlich zur Conichi fertig werden soll.

Das ist erst mal alles, was ich gefunden habe. Sagt bescheid, wenn ihr noch was wisst!

Sonntag, 6. Mai 2007

Ravine & Rendezvous

Seit 2004 Dystopia in der Daisuki erschien, gehört Judith Park zu den Vorzeige-Germangaka. Ihre Werke verkaufen sich gut und schaffen es auch ins europäische Ausland und sogar bis nach Korea. Aber was hat sie eigentlich vorher gemacht? Ich hatte keine Ahnung, bis mir dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse ein seltsames Heftchen im Regal aufgefallen ist. Eigentlich das übliche selbstkopierte Doujinshi-Heftchen, aber mit einem prominenten Namen auf dem Cover! Kurz reingeblättert, das Teil wurde 2003 vom Animexx herausgegeben, mit einer Auflage von 250 Stück. 2003? Judith Park? Wie hat das so lange im Regal vom Schwarzen Turm überlebt? Das wusste das Standpersonal auch nicht, und überließ mir das Heft schließlich für 4,50€. Ein offizieller Preis war nicht zu finden. Neben Ravine von Judith Park enthält das Heft noch Rendezvous von Joanna Zhou, beide Geschichten wurden back to back und in westlicher Leserichtung gedruckt.


Ravine
Die einzelnen Buchstaben des Titels stehen für Rescue, Anxiety, Violence, Indignity, Nature, Enemy. Und all die englischen Begriffe haben sogar ein kleines bisschen mit der Geschichte zu tun! Kompliment. Ravine ist ein Fantasy Story, allerdings mit stärkerem Fokus auf zwischenmenschlichen Beziehungen als auf der sie umgebenden Welt. Na gut, in einer Kurzgeschichte ist es auch schwierig, eine vernünftige Fantasy-Welt zu entwickeln, also ist es wohl nicht falsch, es einfach sein zu lassen. Die Geschichte ist manchmal ein bisschen plump erzählt, aber alles in allem ganz gut. Ähnliches gilt für die Zeichnungen. Man merkt, dass sich Judith Park seitdem deutlich verbessert hat, vor allem ihr Hochglanz Zeichenstil ist erst nach und nach entstanden. Ravine würde heute niemanden mehr vom Hocker hauen, aber historisch ist es auf jeden Fall interessant.

Ravine

Rendezvous
Die zweite Geschichte über eine Geisterfrau, die nicht in den Himmel aufsteigen kann, bis sich ihr letzter Wunsch erfüllt, gewinnt zwar keinen Originalitätspreis, liest sich aber flüssiger als die erste. Joanna Zhou hat eine nette Humorstory verfasst, die in sich geschlossen und ganz unterhaltsam ist. Die Zeichnungen sind, ähnlich wie bei Judith Park, ein wenig unsauber und inkonsistent, aber doch auf ordentlichem Niveau. Beide Zeichnerinnen haben außerdem einen eigenen, schon deutlich ausgeprägten Stil, der allerdings jeweils sehr unterschiedlich ist.

Rendezvous

Das Heft ist als historisches Dokument ganz interessant, besonders wenn man sich anschaut, wie die Autorinnen sich seitdem weiterentwickelt haben. Eine spätere Kurzgeschichte von Joanna Zhou gibt es übrigens im Manga Mixx #1. Auf jeden Fall ist es ein besonderes Stück in meiner Sammlung.